SAE

(SAE = Society of Automotive Engineers.)
Diese amerikanische Vereinigung der Automobilingenieure befasst sich mit Problemen der Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Bau und Betrieb von Land-, See-, Luft- und Raumfahrzeugen. Sie ist bekannt als Herausgeberin von einschlägigen Normen und Vorschriften.


Schlupf

Beim Brems- und Beschleunigungsvorgang treten Verformungen am Rad auf. Somit ist die Radumfangsgeschwindigkeit nicht gleich gross wie die Fahrzeuggeschwindigkeit. Ein blockiertes Rad oder durchdrehendes Rad hat 100 % und ein frei drehendes Rad hat 0 % Schlupf. Die beste Bremswirkung wird je nach Reibwert des Reifens auf der Fahrbahn zwischen 5 % und 15 %, bei Schotter sogar bei 30 %, erreicht.


Schnüffelbohrung

Siehe Ausgleichsbohrung


Schwimmsattel-Scheibenbremse

Siehe auch Faustsattel!

Bei der Schwimmsattel-Scheibenbremse ist der Sattel an einem mit der Fahrzeugachse festverbundenen Bremshalter axial verschiebbar (schwimmend) angeordnet. Charakteristisch ist bei dieser Bremsenbauart, dass sie nur auf einer Seite der Bremsscheibe einen Bremszylinder aufweist.


Sekundärbremsbacken

Siehe ablaufende-Bremsbacken!


Sekundärmanschette

Die Sekundärmanschette dichtet den Hauptzylinder nach aussen ab, sie verhindert das Eindringen von Schmutz und Luft sowie den Austritt von Flüssigkeit


Selbstverstärkung

Siehe auch innere Übersetzung!

Die Reibung, die bei der Bremsbetätigung zwischen den auflaufenden Bremsbacken und Bremstrommel auftritt, versucht den Bremsbacken in der Drehrichtung der Trommel mitzunehmen. Dies wird durch die Backenabstützung am Bremsschild verunmöglicht. Statt dessen entsteht ein Drehmoment, das einen zusätzlichen Druck auf die Bremstrommelwand ausübt. Dadurch wird die Bremswirkung des Auflaufbackens vergrössert. Man nennt diesen Vorgang Selbstverstärkung oder Servowirkung des Bremsbackens. Im Gegensatz dazu wird die ablaufenden Bremsbacken die Anpressung durch das Drehmoment der Reibkraft verringert, so dass dieser Backen eine geringere Wirkung als der Auflaufbacken ausübt. Entsprechend den unterschiedlichen Anpress-drücken nutzen sich auch die Bremsbeläge verschieden stark ab.


Select-high-Prinzip

Das ist eine Regelungsart bei ABS-Bremsen. Das heisst, das Rad mit dem höheren Kraftschluss (gleicher Achse) bestimmt den gemeinsamen Bremsdruck. Somit kann das Rad mit dem kleineren Kraftschluss blockieren.


Select-low-Prinzip

Das ist eine Regelungsart bei ABS-Bremsen. Das heisst, das Rad mit dem niedrigen Kraftschluss (gleicher Achse) bestimmt den gemeinsamen Bremsdruck. Das hat einen Bremskraftverlust zufolge, da das Rad mit dem höheren Kraftfluss nicht die grüsst mögliche Bremskraft übertragen kann.


Semimetallic

Asbestfreier Bremsbelag
Anstelle von Asbest enthält dieser Belag Eisen in Form von Fasern, Spänen oder Pulver. Da diese Beläge im Gegensatz zu den Ganzmetall-Bremsbelägen, wie z B den Sintermetallbelägen, nur halbwegs metallisch sind, nennt man sie auch Halbmetall-Bremsbeläge.


Servo-Bremse

Gleiche Funktion und Wirkung wie die Duo-Servobremse, ausser dass Sie bei Rückwärtsfahrt eine auf- und eine ablaufende Bremsbacke hat. Das Stützlager ist schwimmend angeordnet. Das heisst, das Stützlager ist nicht mit dem Bremsträger verbunden.


Servowirkung

Siehe Selbstverstärkung


Silikon-Bremsflüssigkeit

(Bremsflüssigkeit auf Silikon-Basis)
Sie hat folgende Eigenschaften:

  • konstanter Siedepunkt von 260 °C
  • erfüllt die USA-Sicherheitsnorm DOT 5
  • nimmt keine Feuchtigkeit aus der Luft auf
  • verhindert Korrosion
  • ist verträglich mit den herkömmlichen Gummiteilen
  • gewährleistet Langzeit-Bremsbetrieb und ist daher
  • besonders empfohlen für Fahrzeuge mit langen Stillegungszeiten
    (Oldtimer, Militär- und Kommunalfahrzeuge)

Simplex-Bremse

Innenbacken Trommelbremse mit einer auflaufenden und eine ablaufenden Bremsbacken sowie einem zweiseitig wirkenden Radzylinder. Die beiden Bremsbacken sind auf der dem Radzylinder gegenüber liegenden Seite am Bremsschild abgestützt. Es ist die einfachste Trommelbremse (simplex = einfach). Diese Bremsenbauart wird vorwiegend für die Hinterräder verwendet.


Spezialbodenventil

Das Spezialbodenventil ist ein nur für Scheibenbremskreise bestimmtes Bodenventil. Es ermöglicht das Füllen und Entlüften durch Pumpbewegungen mit dem Bremspedal und sorgt ausserdem für einen vollständigen langsamen Abbau des hydraulischen Druckes. Zu diesem Zweck weist das Ventil eine kleine Drosselbohrung auf. Bei gewissen Hauptbremszylindern ist das Vorhandensein eines Spezialbodenventils bzw. eines Bodenventils mit Drosselbohrung am Zylindergehäuse vermerkt.


Synthetische Bremsflüssigkeit

Siehe Bremsflüssigkeit!