Der beste Lernweg lohnt oft nicht

Noch ein wichtiger Grundsatz:

Die einzelnen Lernwege sind mit verschieden hohem Aufwand verbunden. In vielen Fällen wäre Handeln der anschaulichste und beste Lernweg, aber auch der aufwendigste. Oft steht dieser Aufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg.

Ein Beispiel:

Damit der Käufer eines neuen Radios lernt, wie er sein Gerät bedienen muss, könnte natürlich der Verkäufer mit ihm alle Bedienungsgriffe trainieren. Der Käuferwürde also durch Handeln lernen. Es wäre jedoch viel zu teuer, das bei allen Radiogeräten zu tun. Also legt man eine schriftliche Gebrauchsanweisung bei. Das Lernen durch Lesen ist in diesem Fall der zweitbeste, aber sehr viel weniger aufwendige Lernweg.

Der Aufwand eines Lernweges muss dem erreichbaren Nutzen angemessen sein.

Je mehr, desto besser

Wir hatten bisher noch nicht gesagt, dass man für ein Lernziel mehrere Lernwege nebeneinander benutzen kann. Das Ohmsche-Gesetz der Elektrizitätslehre kann man beispielsweise durch eine Vorlesung lernen, also durch Höhren. Man kann aber auch den Stoff zu Hause nachlesen (Lernweg Lesen), und die Regeln kann man sich an einem Schaltschema veranschaulichen (Lernweg Sehen). Und schliesslich kann man mit einer Taschenlampenbatterie, mit einigen Widerständen und einem Messinstrument selbst in Versuchen die Regel überprüfen: also durch Handeln.

Sehen
Höhren


Tun
Sehen
Höhren
Sehen
Höhren
Thun
Placeholder image     Placeholder image Placeholder image
  Placeholder image   Placeholder image Placeholder image
    Placeholder image   Placeholder image
~ 20% ~ 30% ~ 30% ~ 50% ~ 80%