Lernformel

Der Prof. Dr. Gerhard Steiner, Leiter Leading Hous Lernkompetenzen der Universität Basel, stellte folgende Formel auf:

 

L   =   [ V BA ] • 1

 

L   =
Lernen
V   =
Vermittlung
(Wie wird der Stoff an die Lernenden gebracht?)
B   =
Behalten
(Im Schnitt muss sich ein/e Lernender/e 4 - 8 mal mit dem Lernstoff gezielt auseinandersetzen.)
A   =
Abrufen
(Verknüpfung im Gehirn)
1   =
Berufsstolz (ein von mir kreierter Begriff)
Dieser Faktor hat den Wert EINS, wenn …
  • die Motivation des Berufslernenden da ist.
  • eine Berufsneugier des Berufslernenden vorhanden ist.
  • der/die Berufslernende gewillt ist zum Teil etwas mehr zu machen als normal ist.
  • die/der Berufslernende eine eigene Lernkultur hat.
Wichtig!
  • Prof. Dr. Steiner geht davon aus, dass dieser Faktor den Wert EINS hat bzw. haben muss.
  • Dies ist eine Voraussetzung, die die Lernenden mitbringen müssen. Deshalb auch die eckigen Klammern.

Die einzelnen Faktoren können einen Maximalwert von EINS erreichen. Das Produkt der Lernformel kann somit auch nicht grösser sein als EINS und dieser Wert entspricht dann auch 100 Prozent bzw. einen Wirkungsgrad von 1.

Ich führte bei meinen Klassen eine mündliche Umfrage bezüglich des Faktors Berufsstolz durch.
Ich erhielt Klassen Schnitte von 0.6 bis 0.8. Wenn man nun bedenkt, dass 0,6 ja 60 % ist und somit in der Notenskala eine Note 4.0 und 0,8 eine Note 5.0 ist, ist das für mich eine ernüchternde Voraussetzung für die Hauptfaktoren V, B und A. Wenn ein Faktor sogar auf NULL fällt, ist das ganze Lernprodukt auch NULL.

Beispiel: L = [ V • B • A ] • 1 = [ 1 • 09 • 09 ] • 08 = 0.648 (64,8 % ~ Note 4.2)